Weihnachtskonzert 2016

von Claus Braun

Marimbaphon und Violine treffen Chorgesang

Über eine sehr bunte und ausgewogene Zusammenstellung des Programms konnten sich die vielen Besucher des traditionellen Weihnachtskonzerts des Gesangvereins „Harmonie“ Thierhaupten am zweiten Weihnachtsfeiertag freuen

Für den erkrankten Pfarrer Werner Ehnle übernahm Dirigentin Marianne Lang die Begrüßung, die sich über die große Resonanz der Besucher in dem schmucken Gotteshaus sichtlich sehr freute.

Das musikalische Programm startete Angelika Löw-Beer und Martin Luderschmid auf der Violine und dem Marimbaphon. Ihre ersten beiden Stücke " Sta Vidis" und "Ein Liebeslied?" stammten aus der Feder von Nebojsa Jovan Zivkovic, der zweifelsohne als einer der erfolgreichsten Komponisten Deutschlands seiner Generation gilt. Seine Kammermusik und Orchesterwerke wurden bereits weltweit in über 50 Länder aufgeführt, von Island bis Indonesien und von Tokio bis New York. Wie das musikalische Vorbild Zivkovic fesselten die beiden Solisten mit ihrer Spielart und ihrer beeindruckenden musikalischen Ausdrucksstärke mit den ersten Tönen die Konzertbesucher. Im weiteren Programm folgten später noch "A cricket sang and set the sun" von Blake Tyson und "Light in darkness" von Evelyn Glennie. Gänsehaut-Feeling pur gab es bei einem der bekanntesten Stücke klassischer Musik, dem "Ave Maria" von Johann Sebastian Bach und dem französischen Komponisten Charles Gounod.

Trotz der herausragenden Instrumenten-Solisten stand die Chormusik der drei Chöre des Thierhauptener Gesangvereins „Harmonie“ nicht im Schatten.

Der Kinderchor "Fortuna Voices" gab sich trotz kleiner Besetzung mit sieben Aktiven stimmgewaltig und bekam für "In the bleak Midwinter" und "Menschen unserer Zeit" viel Applaus. Chorleiter Benedikt Schreier konnte stolz auf seine Aktiven sein!

Der "Gemischte Chor" unter der Leitung von Marianne Lang wählte dieses Mal klassische Weihnachtslieder. "Es ist ein Ros entsprungen", "Zu Bethlehem geboren", "der Weihnachtsjodler" und "O Bethlehem, du kleine Stadt" gehörten zum Repertoire. Als Trio sangen Gerti Kiss-Walterskirchen, Theresia Fendt und Barbara Strenge "Es blühen die Maien" von Erich Sepp.

Gespannt waren die Besucher auch auf die Darbietung der über 30 Sängerinnen und Sänger von "La Ventura". Der Einstieg gelang mit "Alle Jahre wieder" von Wilhelm Hey und Friedrich Silcher. Dabei sang Anna Fendt mit ihrer bezaubernd klaren Stimme solo die erste Strophe.

Während das nächste Stück "Ich steh an deiner Krippe hier" von Paul Gerhardt und Johann Sebastian Bach wieder klassisch war, folgte bei den zwei weiteren die Moderne. "Have yourself a merry little Christmas" von Hugh Martin und Ralph Blane und "Baba Yetu". "Baba Yetu" ist ein musikalisches Werk des Komponisten Christopher Tin. Er komponierte es im Jahr 2005, als der Computerspiel-Designer Soren Johnson ihn darum bat einen Titelsong für das Computerspiel Civilization IV zu schreiben. Als Frontsänger stach dabei Andreas Bissinger heraus, der den schnell gesungenen Text bestens von sich gab.

Das Finale bestritten alle drei Chöre zusammen mit "Stern über Bethlehem" von Alfred Hans Zoller. Gemeinsam mit den Besuchern und unter der Begleitung von Marimbaphon und Violine wurde das bekannteste Weihnachtslied überhaupt, "Stille Nacht", voluminös gesungen und nachhaltig weihnachtlich mit nach Hause getragen.

Angelika Löw-Beer und Martin Luderschmid auf der Violine und dem Marimbaphon

Fortuna Voices mit ihrem Chorleiter Benedikt Schreier

Der Gesamtchor des Gesangverein Harmonie Thierhaupten

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